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Gesundheit

7 Sportarten, die Ihr Leben am meisten verlängern

Sport ist einer der effektivsten Lebensverlängerer. Allerdings wirken einige Disziplinen besser als andere. Hier sind die Top 7. 

Sieger nach Punkten: Laut einer dänischen Studie hat Tennis den größten Effekt auf ein langes Leben. (Foto: Dima Sidelnikov / GettyImages)

Es gibt Sportarten, die können einfach mehr als andere. Glauben Sie nicht? Ist aber sogar wissenschaftlich erwiesen. Auf Basis von Gesundheitswerten und Lebensdauer von fast 9000 Menschen über einen Zeitraum von 25 Jahren erstellte die Copenhagen City Heart Study erstmals ein Ranking, welche Sportarten wie viel Extra-Lebenszeit bringen. Gegenüber Sportmuffeln, die sich in ihrer Freizeit überhaupt nicht bewegten, konnten die Forscher teils enorme Unterschiede bei der Lebenserwartung nachweisen. Doch was macht bestimmte Sportarten so gesund?

1. Tennis (+ 9,7 Jahre)

Spiel, Satz und Sieg! Tennis bringt im Idealfall fast zehn zusätzliche Lebensjahre. Denn der „weiße Sport“ ist ein Ganzkörpertraining, bei dem durch den ständigen Wechsel zwischen Laufen und Hechten, zwischen Vor- und Rückhand so gut wie jede Muskelgruppe aktiviert wird. Ausdauer und Kraft, Reaktionsschnelligkeit und Koordination – alles ist auf dem Tennisplatz gefordert. In den USA wurde übrigens vor Kurzem die Wettkampfklasse „Herren 90“ eingeführt – weil sich offenbar immer mehr auch bis ins hohe Alter messen wollen.

2. Badminton (+ 6,2 Jahre)

Dem „großen Bruder“ Tennis steht Badminton in so gut wie nichts nach. Denn als Schlägerspiel mit ähnlichen Regeln und Bewegungsabläufen ist die gesundheitsfördernde Wirkung im Kern identisch. Einziger Unterschied: Die Ballwechsel dauern durchschnittlich länger und sind unter Umständen etwas „gemächlicher“, sodass neben Schnelligkeit, Sprung- und Schlagkraft vor allem die Ausdauer trainiert wird.

3. Fußball (+ 4,7 Jahre)

Statt den Lieblingsverein vom heimischen Wohnzimmer oder aus der Kneipe ausschließlich anzufeuern, lohnt es sich für Fußballfans gesundheitlich, auch selbst mal gegen den Ball zu treten. Im Durchschnitt verflüchtigen sich nämlich pro Partie gut 1000 Kalorien. Viel Laufen, dabei ständig Laufrichtung und Geschwindigkeit ändern – Fußball ist in Sachen Fettverbrennung, Blutdruckregulierung und Sauerstoffaufnahme effektiver als zum Beispiel Joggen. Zudem machen starke mechanische Kräfte auf Knochen und Muskeln diese widerstandsfähiger. So hat beispielsweise Osteoporose keine Chance. Ebenso wenig wie der Lebenszeitkiller Einsamkeit. Als Teil einer Mannschaft hat man mindestens zehn Freunde und steht zumindest sozial nie im Abseits.

4. Radfahren (+ 3,7 Jahre)

Gesundheitsexperten empfehlen, mindestens fünf Mal pro Woche für 30 Minuten auf den Drahtesel zu steigen. Dann nämlich entfaltet das Radeln seine vielen lebensverlängernden Effekte. Nr. 1: Der Blutdruck und das Risiko für Gefäßverengungen sinken. Nr. 2: Wer in die Pedalen tritt, stärkt das Immunsystem enorm. Eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg fand heraus, dass sich etwa das Brustkrebsrisiko um über 30 Prozent minimiert. Nr. 3: Wie kaum ein anderer Ausdauersport entlastet Radfahren Rücken und Gelenke. Das Körpergewicht trägt schließlich der fahrbare Untersatz.

5. Schwimmen (+ 3,4 Jahre)

Seen, Freibäder oder Schwimmhallen sind wahre Jungbrunnen. Bewegen wir uns im kühlen Nass, kommen im Körper gesundheitsfördernde Prozesse in Gang. Denn der Wasserdruck sorgt dafür, dass die Blutgefäße zusammengepresst werden, Blut zurück in den Brustraum drängt und das Herz ordentlich dagegen arbeiten muss. Mit der Zeit vergrößert sich so das Herzvolumen, die Herzfrequenz sinkt, unser Körper wird leistungsfähiger. Der Wasserdruck tut jedoch noch mehr Gutes: Er fördert die Durchblutung, stärkt die Venen und kräftigt sämtliche Atmungsorgane.

6. Joggen (+ 3,2 Jahre)

Kaum eine Sportart kann mit so wenig Geld und Aufwand betrieben werden wie Joggen. Laufschuhe geschnürt und los geht’s. Muskeln, Sehen und Bänder werden gestärkt, die Ausdauer wird verbessert, der Alterungsprozess der Zellen im Gefäßsystem gebremst und entzündungshemmende Immunzellen vermehrt. Zudem hebt regelmäßiges Laufen nachweislich die Stimmung und macht den Kopf frei – ideal gegen Stress und Depressionen. Übertreiben muss und sollte man es jedoch nicht. Optimal sind laut Studien maximal 2,5 Stunden pro Woche, aufgeteilt auf drei Tage.

7. Gymnastik (+ 3,1 Jahre)

Egal ob gerade Aerobic, Yoga oder Pilates die große Mode ist: Abseits des Namens sind alle Formen von Gymnastik gesund, beugen sie doch zahlreichen Wehwehchen und ernsten körperlichen Problemen des Alters vor. Regelmäßige Workouts halten nicht nur das Herz-Kreislauf-System fit, sondern verlangsamen auch den Muskelabbau, sorgen für eine gute Beweglichkeit der Gelenke und wirken Gefäßverengungen entgegen. So minimiert sich das Risiko für Erkrankungen wie Thrombose oder Arthrose. Motorik, Koordination und Reaktionsschnelligkeit bleiben erhalten. Das kann im Ernstfall Stürze verhindern – bei Menschen über 65 die häufigste Ursache für einen Unfalltod.

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